L.O.N e.V. - Grafschaft
FAQ
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© 2009 L.O.N e.V. - Grafschaft
 
 
 

FAQ

Warum heißt der Verein L.O.N.?

Der Name L.O.N. stellt sowohl einen örtlichen wie auch einen inhaltlichen Bezug zum Verein und seinen Zielen her:

Leimersdorf, Oeverich, Niederich

Lebensqualität, Oekologie, Naturschutz.

Im übrigen: Es „LO(H)N(T)“ sich, für dieses Ziel etwas zu tun.

Was will der Verein?

L.O.N. e.V. macht sich für die umweltverträgliche Nutzung der Leimersdorfer Tongrube stark. Neben der Begleitung des derzeitigen Tonabbaus umfasst dies insbesondere auch die zukünftige Renaturierung des Tongrubengeländes.

Was ist mit der Lärmbelästigung?

Dass der Tonabbau mit LKW-Verkehr und Maschinenlärm verbunden ist, können wir sicherlich nicht verhindern. Aber wir können darauf achten, dass auch hier Grenzwerte der Belästigung nicht überschritten werden und wir können Vorschläge zu alternativen Zuwegungen, Transportzeiträumen, Betriebszeiten, etc. erarbeiten.

Warum ist der Vereinszweck so „weich“ formuliert?

Wir wollen keine Stimmungsmache/Polemik, sondern seriös ein gewisses Gegengewicht zu rein ökonomischen Zielen der Grubennutzung herstellen.

Warum braucht man einen Verein und keine Bürgerinitiative?

Wir rechnen mit einem sehr langfristigen Engagement, da der Tonabbau sicherlich noch viele Jahre erfolgen wird und die Aufgabe der Renaturierung gerade danach intensiv weiterverfolgt werden muss. Deshalb erschien uns die Gründung eines eingetragenen Vereins am sinnvollsten. Eine Bürgerinitiative ist i.d.R. eher zeitlich begrenzt.

Außerdem wird uns eine Anerkennung der Gemeinnützigkeit unseres Vereins sicherlich bei der Beschaffung notwendiger finanzieller Mittel (z.B. zur Bürger-Information) unterstützen und auch die Seriosität unseres Anliegens unterstreichen.

Warum tut die Gemeinde, der Kreis, das zuständige Bergamt nichts?

Wir setzen zunächst voraus, dass man hier auf die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen achten wird und ggf. auch stichprobenartige Überprüfungen durchführt. Aber ob das ausreicht und ob wir als Bewohner dieser betroffenen Region nicht doch noch andere Sichtweisen, Regelungen und Interessen vertreten müssen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wir sind vor Ort persönlich betroffen und verfügen über tagesaktuelle Informationen WAS WER gerade WO „bewegt“ – und diesen Informationsvorsprung müssen wir nutzen!

Kann man gegen den Tonabbau etwas tun?

Wir wenden uns nicht gegen den Tonabbau. Hiergegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Er muss jedoch möglichst verträglich für die benachbarte Wohnbevölkerung und die Umwelt erfolgen. Eine Verfüllung mit problematischen Abfällen muss unter allen Umständen vermieden werden!

Besteht die Gefahr, dass die Grube später als Sondermülldeponie genutzt wird und was kann man hiergegen tun?

Man sollte den vielfach benutzten Begriff Sondermüll nicht unnötig strapazieren. Er wird häufig benutzt, um auf problematische Stoffe hinzuweisen, ist aber so nicht eindeutig definiert. Wir sollten mit allen uns zur, Verfügung stehenden Mitteln – die wir auch noch vollständig ausloten müssen – vermeiden, dass umwelt- oder gesundheitsgefährdende Stoffe oder Abfälle in der Tongrube verfüllt werden. Wenn wir beweisen können, dass gewisse Stoff-Konzentrationsgrenzwerte überschritten werden, haben wir genügend Möglichkeiten, gegen eine Verfüllung vorzugehen.

Was hat der Betreiber vor?

Wir können nur vermuten …

In der öffentlichen Darstellung geht es dem Unternehmen nur darum, den hochwertigen Leimersdorfer Ton abzubauen und zu vermarkten.

Betrachtet man Firmenherkunft und –philosophie, so kommt man sehr schnell zu dem Schluss, dass es der Firma zumindest mittelfristig
auch darum gehen könnte, hier Abfälle einzulagern. Dies dürfte auch ökonomisch nochmals deutlich interessanter sein als der Tonabbau.

Was ist mit der Lärmbelästigung?

Dass der Tonabbau mit LKW-Verkehr und Maschinenlärm verbunden ist, ist unbestritten. Das können wir sicherlich nicht verhindern. Aber wir können darauf achten, dass auch hier Grenzwerte der Belästigung nicht überschritten werden und wir können Vorschläge zu alternativen Zuwegungen, Transportzeiträumen, Betriebszeiten etc. erarbeiten.

Was passiert mit Straßenverschmutzung/ Überbeanspruchung/ Ortsdurchfahrten?

Die LKW Waschanlage war zeitweise nicht installiert. Bei intensivem Verkehr mit LKWs und Baufahrzeugen müssen wir darauf drängen, dass die Waschanlage aufgebaut und auch ein separater Ölabscheider eingesetzt wird. Mittlerweile gibt es wieder eine Waschanlage; diesmal auf der anderen Straßenseite (grubenseitig).

Warum tut die Gemeinde, der Kreis, das zuständige Bergamt nichts?

Wir gehen zunächst davon aus, dass man seitens der zuständigen Behörden (Bergamt, Kreis, Gemeinde) auf die Einhaltung der öffentlichen Vorschriften achten wird und ggf. auch stichprobenartige Überprüfungen durchführt. Aber ob das ausreicht und ob wir als Bewohner dieser betroffenen Region nicht doch noch andere Sichtweisen, Regelungen und Interessen vertreten müssen, bleibt abzuwarten. Wir sind vor Ort persönlich betroffen und verfügen über tagesaktuelle Informationen WAS WER gerade WO „bewegt“ – und diesen Informationsvorsprung müssen wir nutzen!

Wie wollt ihr konkret vorgehen?

1. Informationspolitik,
Pressearbeit, Beobachtung, Dokumentation, Kontrolle etc.

2. Sachaufklärung:
- z.B. wie stellt sich die bergbaurechtliche / umweltrechtliche Genehmigungslage dar?
- Was sehen die derzeitigen Betriebspläne vor?
- Überregionale Kontakte zu anderen Organisationen, die ähnliche „Probleme“ haben.

Wie viel Zeit braucht ihr für einen Erfolg?

Es geht hier um ein langfristiges Projekt. Wir gehen davon aus, dass der Verein über viele Jahre / Jahrzehnte bestehen wird.

Wann fangt ihr an?

Sofort!

Erste Kontakte mit dem Betreiber und dem Bergamt sind erfolgt.

Wie viele Mitglieder habt ihr?

Derzeit (Anfang 2009) haben wir knapp 100 Mitglieder. Grundsätzlich gilt: Je mehr sich mit dem Verein und seinen Zwecken identifizieren, desto besser!

Wozu braucht ihr Mitgliedsbeiträge?

Für die Aktivitäten Informationspolitik (Homepage, Postsendungen, Flyer), Pressearbeit, ggf. Vorträge oder Untersuchungen und alles, was den Vereinszwecken dient.

Was ist das langfristige Ziel des Vereins?

Umweltverträgliche Renaturierung des Tongrubengeländes.

Fernziel: Ein Naherholungsgebiet!

Z.B. als „LON-See“ durch Verfüllung der Grube mit Wasser. Das ist durchaus keine „spinnerte“ Idee, denn hierfür gibt es andernorts durchaus gute Beispiele im Großraum Köln-Aachen.

Wer sind die Gegner, wer sind Verbündete? 

Man sollte hier nicht von "Gegnern" sprechen. Wir wünschen uns eine kooperative Zusammenarbeit mit dem Betreiber ebenso wie mit, Bergamt, Kreis oder Gemeinde. Allerdings werden wir dabei vehement unsere Interessen vertreten – ggf. auch gegen rein wirtschaftlich geprägte Unternehmensziele, oder auch gegen die Vorstellungen von Bergamt oder Kreis/Gemeinde.

Ohne bereits detaillierte Gespräche geführt zu haben könnten wir uns vorstellen, gerade im Rahmen der Renaturierung Verbündete bei den Umweltorganisationen (z.B. Nabu und BUND) zu finden.

Welche Rolle spielt die Kirche als Grundstückseigentümer? Sollte man mit deren Verantwortlichen Pastor/Kirchenvorstand sprechen? 

Das lässt sich zur Zeit noch nicht bewerten. Wir werden auch hierzu Kontakte knüpfen und Gespräche führen.
Welche Rolle spielen die anderen Grundstückseigentümer, insbes. auch die Landwirte? 

Gerade die Landwirte/Obstbauern haben hier eine Doppelrolle. Grundstückseigentum und möglicherweise lukrative Kaufangebote einerseits, Verknappung des Bodens als Produktionsgrundlage und vor allem negativer Einfluss/Image durch die Verfüllung mit „unbekannten/problematischen Stoffen“ oder Staubbelastung in unmittelbarer Nähe ihrer Produktionsstandorte andererseits.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?   To do Liste:
  • Start „Fotographische Dokumentation zur Veränderung des Tongrubengeländes“ (chronologisch – von definierten Fixpunkten)

  • Tagebuch „Besondere Vorkommnisse in der Tongrube“

  • Kontaktaufnahme zu weiteren Bürgerinitiativen/Vereinen mit ähnlichen Problemstellungen („Zweckbündnisse“)

  • Klärung der Rechtslage für die Verfüllung von Abbauflächen (Bergrecht), insbesondere zu folgenden Fragen:
    - Informationspflichten des Grubenbetreibers gegenüber Kommune und Anwohner
    - Dokumentationspflichten des Grubenbetreibers
    - Renaturierung von Abbauflächen

  • Initiierung von Round Table Gesprächen mit dem Grubenbetreiber
    * offene Kommunikation
    * Vereinbarung regelmäßiger freiwilliger Beprobungen des Füllmaterials